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KONTRA-Trio: Jeux Circulaires

Artikel: BTLCHR 71226

bildbeschreibung

Besetzung: Leo Bachmann tuba, Madeleine Bischof contrabass-flute, Thomas K.J. Mejer contrabass-sax

Aufnahmedatum: Juni 2009
Aufnahmeort: Horw (CH)

Tracks:

Kann Musik noch mehr in die Tiefe gehen? Seit nunmehr knapp 20 Jahren setzten Bachmann, Bischof und Mejer ihre riesigen Kontrabass-Blasinstrumente ein, um ihnen ein schier unerschöpfliches Klangspektrum zu entlocken. Der Komponist und Tubist Leo Bachmann - schon beteiligt bei dem Projekt "KOJ" auf Between the Lines - studierte in Luzern und Zürich und bei Bob Stewart in New York. Wie kaum ein anderer erforscht er die Klangmöglichkeiten seines Instruments bis an die Grenzen des Hörbaren, beherrscht zahllose Atem-, Sing- und Spieltechniken. Bei allen Werken legt er größten Wert auf die Wirkung des Klanges im Raum und die Verknüpfung von Bild und Ton wie z.B. bei Produktionen für Theater und Performances. Dass er dazu auch parallel die Ausbildung zum SAE-Audio-Engineer absolviert hat, spricht für sein konsequentes Ausschöpfen aller Möglichkeiten. Thomas K.J. Mejer hat das selten gespielte Kontrabass-Saxophon zu seinem Lieblingsinstrument erkoren. Nach dem Studium in der Schweiz und in England konnte er mehrere Auszeichnungen und Preise entgegennehmen, u.a. einen längeren Aufenthalt in Chicago. Auch Mejer kann durch die intensive Beschäftigung eine erstaunliche Klangvielfalt aus dem vermeintlich recht sperrigen Instrument holen. Gleiches gilt für Madeleine Bischof, deren Instrument sie um einiges überragt. Auch sie studierte Flöten und Komposition in der Schweiz, absolvierte Meisterkurse und spielte in zahlreichen (Kammermusik-)Ensembles. Das KONTRA-Trio nahm bereits mehrere CD´s auf, u.a. für die amerikanischen Labels mode und Tzadik.

Seit Gründung des Trios 1992 erregt das Ensemble immer wieder das Interesse verschiedenster Komponisten, oft aus dem Bereich der Neuen Musik. Ihr besonderes Klangspektrum forderte sie zu neuen Kompositionstechniken heraus, und so wurden eine ganze Zahl von Stücken (z.B. von Frank Denyer) speziell für das KONTRA-Trio geschrieben. "Jeux Circulaires" allerdings beinhaltet ausschließlich eigene Kompositionen, die eine weitere Leidenschaft der Musiker zur Geltung bringt: die improvisatorische Ausgestaltung der Werke. Als "Krönung" des Werkes darf die klangliche Behandlung der Musik betrachtet werden: bei Live-Konzerten wird daraus eine "Klanginstallation" mit 8 im Raume verteilten Lautsprechern - wie bei diesem Mitschnitt der Uraufführung in einem sehr großen, kreisförmigen Raum. Dies wurde durch ein besonderes Abmischverfahren auf die CD transferiert, was zu einer ganz ungewöhnlichen Hörerfahrung führt - wozu man allerdings in möglichst guter Position zwischen den Lautsprechern sitzen sollte.

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