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Andreas Willers: Montauk

Artikel: BTLCHR 71208

bildbeschreibung

Besetzung: Andreas Willers g,banjo, Dominique Pifarèly v, Alain Grange cello, Michael Griener dr,perc

Aufnahmedatum: Dezember 2004
Aufnahmeort: Studio Greve, Berlin

Tracks:

Der Berliner Gitarrist und Komponist Andreas Willers folgt auf seiner neuesten Veröffentlichung der Konzeption seiner vorangegangenen Arbeiten, insbesondere der CD “Tin Drum Stories“ (btl 009). Die Albumidee wurde inspiriert von Max Frisch´s Roman “Montauk“, dem autobiografisch geprägten Blick eines (alten) Europäers auf New York bzw. die amerikanische Mentalität.

Willers bedient sich erneut unterschiedlicher Stilelemente, die er in ureigendster Art seinen Bandkollegen auf den Leib komponiert, um daraus einen weiten Bogen zu spannen. Dabei entsteht ein musikalisches Bild in Analogie zur Romanvorlage; die Musik erzählt den Roman nicht nach. Sie erklärt ihn vielmehr eigenständig und bleibt so künstlerisch autark.

Willers, der sich vielseitig wie immer für moderne Elektronik (live sampling in “Blinded in Headlights“), verschollene Gitarreneffekte aus den 60er Jahren (das Tychobrahe Octavia auf “One man´s floor...“) und ethnische Musikinstrumente (hier das Banjo) interessiert, schafft Freiräume für seine kongenialen Mitspieler, insbesonderen für den französischen Violinvirtuosen Dominique Pifarély. Dabei verbinden sich die zwei Streicher mit den tendenziell energetischeren Instrumenten der Berliner zu einem erstaunlich kompakten Bandsound.

Willers spricht mit einer zukunftsweisenden Tonsprache Kopf und Bauch an. Auch Hörern, die bis dahin vielleicht mit Gene Vincent einerseits oder Conlon Nancarrow andererseits nicht viel anfangen konnten, erschließt sich sofort die spielerische Logik dieser Avantgarde mit menschlichem Anlitz.

Presse-Echo

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