Besetzung: Moritz Eggert p, Elsbeth Moser Accordeon, Nicolas Altstaedt vc, Frank Wingold g, Ralph Beerkircher g, Sebastian Hess vc, Theo Bleckmann voice
Aufnahmedatum: 2000-2004
Aufnahmeort: verschiedene
Schon früh wusste der 1965 in Heidelberg geborene Moritz Eggert, welchen Weg er gehen würde. Nach frühen Klavierstudien begann er 1975 seine Ausbildung an Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt, zuerst in den Fächern Klavier und Theorie, dann im Fach Komposition. Nach dem Abitur studierte er Klavier an der Frankfurter Musikhochschule bei Leonard Hokanson. 1992 verbrachte er ein Jahr als Postgraduiertenstudent an der Guildhall School for Music and Drama in London. 1989 war Moritz Eggert Preisträger beim Internationalen Gaudeamus-Wettbewerb für Interpreten neuer Musik. Als erster Pianist präsentierte er das Gesamtwerk für Klavier Solo von Hans Werner Henze an einem Abend. Er lebte ein halbes Jahr in Paris als Stipendiat der Cité Internationale des Arts und verbrachte als Rompreisträger ein Jahr in der Villa Massimo. 1997 produzierte das Bayerische Fernsehen ein einstündiges Filmporträt über ihn. Seit 2003 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Als Komponist wurde Moritz Eggert mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kompositionspreis der Osterfestspiele Salzburg, dem Schneider-Schott-Preis, dem 1. Preis beim „Ad Referendum“- Wettbewerb der SMCQ in Montréal, dem Siemens-Förderpreis und dem Zemlinsky-Preis. Zusammen mit Sandeep Bhagwati gründete er 1991 das A*DEvantgarde-Festival für neue Musik junger Komponisten, das 2003 zum siebten Mal stattfand. Zu Eggerts bekanntesten Werken gehört der Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Außer der Orchester-und Kammermusik liegt ein besonderer Schwerpunkt seines Schaffens im Genre Musiktheater. Bisher schrieb er sieben abendfüllende Opern und mehrere Werke für Tanztheater und Ballett.
Obwohl Eggert beinahe alle Gattungen zwischen Kammermusik und Musiktheater bedient hat, so blieb die Klaviermusik immer eine besondere Herausforderung für ihn. Den offenen Klavierzyklus „Hämmerklavier“ begann er 1995 zu schreiben. Inzwischen ist er die populärste Komposition Eggerts - geradezu sein Markenzeichen. „Hämmerklavier entstand aus der Frustration, dass die Klavierstücke, die ich bis 1994 geschrieben hatte, geprägt waren von der Musik, die ich als Interpret gespielt hatte. Ich erkannte, dass ich, bevor ich zu schreiben begann, ein viel klareres Konzept haben musste.“
Auf diesem Album erwartet den Hörer eine bunte Mischung vom "Hämmerklavier XII: highway 61" bis zu Duos für Violoncello und Akkordeon und einem Stück für Stimme und Kassettenrekorder ("There was a building"). Eine Aufnahme, die die Vielfältigkeit des Komponisten und Pianisten Moritz Eggerts deutlich macht.
Presse-Echo